Ein neuer Nationaler Forschungsschwerpunkt unter der Leitung der EPFL

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Der Bund lanciert sechs neue Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS). Der NFS «Separations» mit dem Ziel, die Forschung in den Trennwissenschaften, das Streben nach chemischer und physikalischer Reinheit, sowie den Technologietransfer in die Industrie zu beschleunigen, steht unter der Leitung der EPFL.
Trenntechnologien sind die Pfeiler der modernen Gesellschaft. Sie sind entscheidend, um spezifische Komponenten aus gasförmigen, flüssigen oder festen Mischungen zu isolieren, und liefern das gereinigte Wasser, die Nahrungsmittel und pharmazeutischen Produkte, die wir konsumieren, sowie die Materialien, die in unseren Häusern, Fahrzeugen und elektronischen Geräten verwendet werden. Die Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit ist wesentlich, um einige der größten Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, wie etwa die direkte CO₂-Abscheidung aus der Luft, die energieeffizientere Herstellung von Ammoniak oder die Rückgewinnung kritischer Metalle aus Abfallströmen
Der Bund würdigt heute die einzigartige Expertise der EPFL in diesem Bereich, indem er einen neuen Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) unterstützt. Unter der Leitung der EPFL-Professorin Wendy Queen und der Co-Leitung von EPFL-Professor Kumar Agrawal zielt der neue NFS «Separations» darauf ab, neue Verfahren in den Trennwissenschaften zu entwickeln und den Technologietransfer zu beschleunigen, um die nachhaltigen Entwicklungsziele der Schweiz zu erreichen, den Weg zur globalen Klimaneutralität zu beschleunigen und gleichzeitig die Schweizer Wirtschaft durch gezielte Innovationen zu stärken.
Der NFS «Separations» ist einer von den sechs neuen NFS, die der Bund ins Leben ruft, um die Schweizer Forschung und Innovation in strategisch wichtigen Bereichen wie Medizin, Quantum und Klima zu stärken. Die umfangreichen Forschungsprojekte werden vom Bund in der ersten Betriebsphase von 2026 bis 2029 mit 98,7 Millionen Franken unterstützt. Die beteiligten Hochschulen und Forschungsinstitute leisten ebenfalls einen finanziellen Beitrag, der mindestens den Bundesbeiträgen entspricht.
Von der Grundlagenforschung zur Industrie
Der von der EPFL gehostete NFS erhält vom Bund eine Finanzierungszusage in Höhe von 16,59 Millionen Franken, wobei die EPFL über einen Zeitraum von vier Jahren einen Beitrag von 15,5 Millionen Franken leistet. Die verschiedenen Partnerinstitutionen beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierung. Achtzehn Forschungsgruppen aus sieben Institutionen, davon sechs an der EPFL, bringen ihre Expertise in Materialwissenschaften, Chemie, Physik, Informatik und verschiedenen Ingenieurdisziplinen ein.
Die Unterstützung durch Bern soll die Lücke zwischen Forschung und industrieller Umsetzung schließen. Denn vielversprechende Technologien scheitern häufig an mangelnder wirtschaftlicher oder ökologischer Tragfähigkeit. «Die wenig beruhigende Realität ist, dass die Markteinführung neuer Technologien ein notorisch langsamer Prozess ist, der oft fast zwei Jahrzehnte zwischen der ursprünglichen Erfindung und der großflächigen kommerziellen Nutzung dauert», erklärt Wendy Queen, Leiterin des Labors für anorganische Funktionsmaterialien. «Angesichts der Dringlichkeit globaler Herausforderungen – vom Klimawandel bis zur Energiewende – können wir uns solche Verzögerungen einfach nicht leisten. Mit dem NFS haben wir nicht nur die Aufgabe, grundlegend kostengünstigere, energieeffizientere und umweltfreundlichere Trenntechnologien zu entwickeln, sondern auch einen innovativen Ansatz zu gestalten, der ihren Übergang von der Forschung zur industriellen Anwendung beschleunigt.»
Die Leiterinnen und Leiter der an dem NFS «Separations» beteiligten Forschungsgruppen: Wendy L. Queen, Director (EPFL), Kumar Varoon Agrawal, co-directeur (EPFL), André Bardow, directeur adjoint (ETHZ), Nicola Marzari (EPFL), Philippe Schwaller (EPFL), Nathalie Casas (EMPA), Mathieu Soutrenon (HES-SO), Christoph Müller (ETHZ), Ali Coskun (Université de Fribourg), Manuele Margni (HES-SO), Paula Abdala (ETHZ), Michele Ceriotti (EPFL), Randall Snurr (Northwestern University), Arvind Rajendran (Université d’Alberta), Andreas Borgschulte (EMPA), Sandra Galmarini (EMPA), Florian Kiefer (EMPA), Rachel Huang (EPFL), Anthony Straub (ETHZ).
Trennwissenschaft im Dienste der Nachhaltigkeit
Der NFS konzentriert sich auf drei zentrale Herausforderungen:
- CO2-Abscheidung aus der Luft: Es werden skalierbare, kostengünstige Verfahren entwickelt, um atmosphärisches CO2 effizient zu entfernen.
- Ammoniaktrennung bei hohen Temperaturen: Es werden neuartige Hochtemperatur-Trennverfahren entwickelt, um die energieintensive Ammoniaksynthese deutlich effizienter zu gestalten.
- Rückgewinnung kritischer Metalle: Es werden Verfahren entwickelt, um wertvolle Metalle wie Lithium und Kobalt effizient aus Abfallströmen zurückzugewinnen und so sichere, nachhaltige Materialkreisläufe zu ermöglichen.
Schweizer Exzellenz fördern
Die Lancierung der 6. Serie Nationaler Forschungsschwerpunkte ist das Ergebnis einer Ende 2023 gestarteten Ausschreibung und Evaluation durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Dieser hat im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über 75 eingereichte Vorschläge in einem mehrstufigen Verfahren unter Einbezug internationaler Expertise wissenschaftlich geprüft. Elf als hervorragend qualifizierte Vorhaben wurden dem SBFI eingereicht. Nach der forschungs- und hochschulpolitischen Prüfung durch das SBFI als zuständiges Fachamt und gestützt auf die verfügbaren Kredite hat der Vorsteher des WBF die Lancierung von sechs neuen NFS beschlossen.
Die Nationalen Forschungsschwerpunkte dienen dazu, langfristig neue Strukturen zu schaffen und die Exzellenz sowie die internationale Positionierung der Schweizer Forschung zu fördern. Dank dem Programmcharakter werden Themen, die für Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft relevant sind, interdisziplinär bearbeitet. Die NFS haben auch eine wichtige Aufgabe für die Nachwuchs- und Frauenförderung und erhalten jeweils über eine Laufzeit von maximal zwölf Jahren eine finanzielle Unterstützung des Bundes. Mit solchen Programmen fördert der Bund seit 2001 exzellente Forschung von strategischer Bedeutung.Teile dieses Textes wurden automatisch übersetzt und können Fehler enthalten. Die Originalversion finden Sie im englischen oder französischen Text.